Feb 17 2016

(Español) Constelación Familiar Sistémica en Espanol

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Feb 16 2016

Mutter und Kind – die Herzensbindung

Familienaufstellung

„Du bist genau die Richtige“

Mutter und Kind – die Herzensbindung

Zur Mutter wird man nicht geboren und mit der Geburt eines eigenen Kindes beginnt erst der Prozess, in die Mutterschaft hineinzuwachsen. Es ist ein Prozess, der von vielen Zweifeln und Unsicherheiten begleitet wird, denn alles wird zum ersten Mal ausprobiert und immer steht die Frage im Raum: „Was ist das Beste für mein Kind?“ Man wächst an den vielen Erfahrungen, die man als Mutter mit seinem Kind macht und den vielen Entscheidungen, die man für sein Kind trifft. Geschenkte Freude und eine tiefe Bindung zu unserem Kind sind die Belohnung für unsere Bemühungen: wenn wir auf unser Kind schauen, fühlen wir, wie wir innerlich weich und warm werden, unser Herz sich öffnet und unsere Liebe zu ihm strömt. Unsere Herzen sind verbunden.

Mutter und Kind – die Blockaden

Oft jedoch ist dieser Liebesstrom blockiert und negative Gefühle überwältigen uns, die sich gegen unser leibliches Kind richten.

Es sind alte Verletzungen, die aus unserer eigenen Kindheit stammen, die hier schmerzhaft berührt werden. Und die heftigen Gefühle, die dann in uns hochsteigen sind kindliche Gefühle, die zu unserem eigenen inneren Kind gehören. Deshalb sind sie so unverhältnismäßig stark.

Es sind starke Gefühle, wie Wut, Traurigkeit, innere Zerrissenheit, Zweifel, Verachtung, Angst, Enttäuschung, Hilflosigkeit, die uns in einem Moment überfluten, wenn unser Kind diese schlummernden Wunden schmerzhaft berührt, ohne es zu wollen. Das passiert in Alltagssituationen:

  • Wenn die kleine Emma nicht gehorcht und wir darüber sehr wütend werden, hören wir vielleicht innerlich den Spruch: „Kinder mit ´nem Willen, kriegen eins auf die Brillen“ – vielleicht haben uns unsere Eltern mit diesem Spruch schon gezwungen, zu gehorchen
  • Wenn der kleine Dirk viel weint und plötzlich der verächtliche Satz in uns hochkommt:“ Du kleine Memme“ oder „Klein Indianer kennt keinen Schmerz“ – vielleicht spricht da unser eigener Vater in unserer Erinnerung, der  uns das Weinen verboten hat.
  • Wenn der kleine Benjamin trotz unserer Bemühungen nachts nicht einschläft – vielleicht werden wir von einem Gefühl der Hilflosigkeit überschwemmt, weil unsere Eltern uns nachts allein im Bettchen haben brüllen lassen, bis wir vor Erschöpfung einschliefen. Ein gängiges Erziehungsmittel zu dieser Zeit.
  • Wenn die kleine Lotte sehr fordernd ist und keine Rücksicht nimmt, obwohl es uns schlecht geht und wir darüber sehr enttäuscht sind. Gedanken, die uns kommen, wie: “ Wie kannst du nur so undankbar /unsensibel / rücksichtslos, etc. sein“, sind vielleicht Sätze, die wir als Kinder häufig von unserer Mutter zu hören bekommen haben.
  • Wenn wir den kleinen Justus immer (negativ) beurteilen und dabei leise Verachtung spüren, weil alles, was wir als Kind gaben, ebenfalls für unsere Eltern „nie genug war“.

Blockaden, negative Glaubenssätze, unser verletztes inneres Kind – all dies kann unsere Herzensverbindung zu unseren Kindern empfindlich stören. Immer, wenn wir „unverhältnismäßig stark“ reagieren, können wir uns fragen, woher denn diese Heftigkeit der Gefühle kommt.

Mutter und Kind – die systemische Familienaufstellung

Die systemische Familienaufstellung kann in diesem Zusammenhang ein wunderbares Instrument sein, um uns zu helfen, in die Mutterrolle hineinzuwachsen und uns als Mutter mehr zu spüren, indem sie unsere Bindung zu unserer eigenen Mutter heilt. Und so kann die Liebe von unserer eigenen Mutter/unserem eigenen Vater zu uns und von uns zu unserem Kind fließen. Blockaden werden gelöst, negative Glaubenssätze werden aufgehoben und über die Heilung unseres eigenen inneren Kindes wird die Verbindung zu unserem leiblichen Kind (wieder-)hergestellt. Unser Blick wird frei, wir können auf unser Kind schauen – und unser Kind fühlt sich von uns gesehen.

Du bist genau die/der Richtige, mein Kind – ist der stimmige Satz von Mutter zu Kind.

Du bist genau die Richtige, Mama – ist der stimmige Satz von Kind zu Mutter.

Feb 09 2016

Systemische Familienaufstellungen

Aufstellung

Wieso habe ich nur so viel Angst?

Wo ist nur mein Platz im Leben?

Warum bin ich noch immer allein?

Wir alle haben es bestimmt schon erlebt, dass Gefühle, die wir uns nicht erklären können, unser Leben einengen. Und wir kennen es,
an bestimmten Punkten zu scheitern und Erfahrungen wiederholen, die wir eigentlich nicht   machen wollen.
Jeder von uns ist Teil eines Familiensystems und unser Leben wird weitaus mehr davon beeinflusst, als wir uns vorstellen können. Und so gibt es aus der Aufstellungsarbeit tausende und abertausende von Beispielen und Möglichkeiten, wie sogenannte systemische „Verstrickungen“ sich ausdrücken können:

… eine Frau kann nicht verstehen, warum sie noch immer single ist, obwohl sie sich nichts so sehr wünscht, wie eine Familie. In einer Aufstellung kann sich eine sehr typische Dynamik zeigen; der Platz an ihrer Seite ist systemisch von ihrem Vater besetzt. Die Frau war schon immer ein Vater-Kind und ohne es zu merken, geht ihre Treue zu ihrem Vater viel weiter, als ihr bewusst ist. Es gibt systemisch in ihrem Leben keinen Platz für einen Lebensgefährten.

… ein Mann entwickelt Panikattacken. Er kann sich das nicht erklären, denn in seinem Leben ist noch nie etwas Bedrohliches passiert. Eine Familienaufstellung kann zeigen, dass der Mann die Angst seines Großvaters fühlt, als  dieser als Soldat an der Front versuchte, den 2.Weltkrieg zu überleben. Der Großvater ist schon viele Jahre tot, aber seine Angst ist noch immer als Gefühl in dem Familiensystem gespeichert und der Mann ist mit diesem Gefühl verbunden.

… eine Frau hat das diffuse Gefühl, immer auf der Suche zu sein, nie richtig anzukommen, als gäbe es keinen Platz für sie in dieser Welt. In einer Familienaufstellung kann sich zeigen, dass sie mit einem Onkel verstrickt ist, der wegen seiner Homosexualität aus der Familie verstoßen und totgeschwiegen wurde. Und obwohl die Frau nichts von der Existenz dieses Onkels gewusst und ihn auch nie kennengelernt hat, fühlt sie dessen schweres Schicksal, als wäre es ihr eigenes: sie fühlt sich ebenso verloren und einsam wie dieser Onkel sich in seinem Leben gefühlt hatte.

Familienaufstellungen sind deshalb so kostbar, weil sie die versteckte systemische Dynamik hinter einem Problem ans Licht bringen. Sie zeigen uns Antworten, wo bisher nur Fragen waren und können systemische Verstrickungen und Blockaden lösen, so dass sich das Familiensystem in eine Kraftquelle für unser Leben verwandeln kann: der feste Boden, auf dem wir stehen.

Copyright Heilpraktikerin Alicia Gerike in Berlin.