Familienaufstellung Berlin

„Für mich gehörst du dazu!“

Grundsätzliches

Familienaufstellung Berlin. Das Familienstellen ist ein systemischer Therapieansatz, in dem, gemäß der Idee der Aufstellungsarbeit, offenbar wird, wie sehr wir Menschen in unser Familiensystem eingebunden sind. Sowohl die Gegenwarts- als auch die Herkunftsfamilie können dabei eine große Rolle spielen. Die Tiefe dieser Verbundenheit geht weit über das bewusst Wahrnehmbare hinaus. Dabei übernehmen wir unwissentlich und unbewusst die schweren Schicksale und  Gefühle von noch lebenden oder längst verstorbenen Verwandten. Diese systemischen Belastungen können sich als Probleme in allen Bereichen unseres Lebens zeigen: in der Liebe, in Freundschaften, im Beruf, bis hin zur physischen und psychischen Gesundheit. Mit Hilfe der Familienaufstellungen können sich diese Belastungen ergründen lassen. Es ist der Versuch, von einem systemisch fremd- zu einem selbstbestimmten Leben zu finden und das eigene Familiensystem zu einer energetischen Kraftquelle für sich zu transformieren.

Die Familienaufstellung und das morphogenetische Feld

Im Konzept der Familienaufstellung ist das Kernstück die Idee eines energetischen Feldes.  Es wurde von dem Biologen Rupert Sheldrake und seiner Idee eines morphogenetischen Feldes entlehnt und auf die Familienaufstellung übertragen. Das Konzept eines morphogenetischen Feldes dient Sheldrake als Erklärung für die spezifische Ausprägung selbstorganisierter einheitlicher Systeme, sei es in der Biologie, der Chemie oder eben auch in der Gesellschaft, d.h. in der Bildung sozialer Systeme.  Obwohl das Konzept von der Wissenschaft als pseudowissenschaftlich abgestuft wurde, wird es weiterhin von einzelnen Vertretern verschiedener Wissenschaftsbereiche diskutiert.

Übertragen auf die Familienaufstellung bedeutet es, dass jede Familie ein energetisches Feld haben soll, in dem u.a. starke emotionale Erinnerungen der Mitglieder eines Familiensystems, unabhängig von Zeit und Raum,  gespeichert sein sollen. Und diese Emotionen sollen abrufbar und wahrnehmbar sein, vorstellbar wie das hörbare Abspielen der Musik von einer CD. Wahrnehmbar in Form von Gefühlen, Impulsen, körperlichen Symptomen, Gedanken und inneren Bildern, unabhängig davon, ob ihre ursprünglichen Träger bereits verstorben sind oder noch leben, ob sie sie kennen oder nicht, ob sie anwesend sind oder sich gerade auf der anderen Seite des Globus befinden.

Die Familienaufstellung und die repräsentative Wahrnehmung

Schon Sigmund Freud bezeichnete mit dem Begriff der  repräsentativen Wahrnehmung das Auftreten eines fremden Gefühls als Symptom bei einem Klienten. Mit diesen fremden Gefühlen wird in der Familienaufstellung gearbeitet, indem die TeilnehmerInnen einer Aufstellung zunächst im Raum verteilt werden und sich als Stellvertreter in die „Rolle“ der Familienmitglieder hineinspüren. Sie sollen darauf achten, ob sie in ihrer Stellvertreterrolle körperliche Sensationen wahrnehmen, z.B. ob sie in sich gelähmt fühlen oder ob ihnen kalt wird, ob sie traurig werden oder wütend. Sie sollen darauf achten, ob sie zu den anderen aufgestellten Familienmitgliedern besondere Gefühle der Zuneigung, Abneigung oder Angst empfinden und ob sie Impulse spüren, näher an einen der anderen heranrücken oder lieber mehr Abstand haben zu wollen, in Weinen oder in Lachen ausbrechen zu wollen, u.ä.

Die Familienaufstellung und die Bewegung der Seele

Geben nun die StellvertreterInnen den wahrgenommenen Impulsen nach, so entsteht ein bewegtes Beziehungsbild, das man die Bewegung der Seele, nennt. Hier werden nach Auffassung der Aufstellungsarbeit,  konfliktbehaftete Beziehungen oder heimliche Allianzen wahrnehmbar, verletzte oder erstarrte Gefühle, Brüche und Stockungen; kurz gesagt, die systemische Belastung des Klienten. Zum Beispiel kann ein Mensch, so die Idee der Familienaufstellung, unbewusst die unglücklichen Gefühle eines noch lebenden oder längst verstorbenen Mitglieds seines Familiensystems übernehmen und sie mit seinen eigenen Gefühlen verwechseln, was eine große systemische Belastung für ihn darstellen und viele negative Konsequenzen für sein Leben nach sich ziehen kann.

Die Familienaufstellung als phänomenologischer Prozess

Dieses bewegte Bild wird in der Aufstellungsarbeit als phänomenologischer Prozess verstanden: man folgt in dem Aufstellungsprozess den Phänomenen, die sich zeigen und unterstützt sie in ihrer Entfaltung, statt dass die Aufstellerin den Prozess gemäß ihrer eigenen Interpretation und Analyse konstruiert und ihm ihre eigenen Vorstellungen aufoktruiert. In anderen Worten: Die Aufstellerin verharrt in Achtung vor dem gegenwärtigen Moment und greift so wenig ein wie möglich und nur so viel wie nötig.  Dort, wo die Bewegung unterbrochen zu sein scheint, versucht sie, gezielte Impulse zu geben, damit die Bewegung der Seele sich weiter vollziehen kann, bis es still und friedlich wird und der Klient, so die Auffassung des Familienstellens, von seiner systemischen Bürde befreit sein soll.

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